Roségold ist eine Goldlegierung, die durch einen höheren Kupferanteil einen rötlichen Farbton erhält.
Begriff und fachlicher Hintergrund
Wie intensiv Rosé- oder Rotgold erscheint, hängt von der Zusammensetzung ab. Ein 750er Roségoldring enthält nominell genauso viel Gold wie 750er Gelb- oder Weißgold; die restlichen Legierungsbestandteile unterscheiden sich. Die Bezeichnungen Roségold und Rotgold sind im Handel nicht immer scharf voneinander abgegrenzt.
Was bedeutet das bei der Bewertung?
Bei Schmuckankauf wird die Farbe für eine erste Materialeinordnung genutzt, ist aber kein Ersatz für Feingehalt und Prüfung. Besonders ältere Ringe oder reparierte Stücke können unterschiedliche Farb- und Legierungsbereiche aufweisen. Eine genaue Bewertung berücksichtigt gegebenenfalls diese Unterschiede.
Anschauliches Beispiel
Ein Paar Ringe wiegt jeweils 5 Gramm, eines ist Roségold und eines Gelbgold. Wenn beide tatsächlich 585er Legierungen sind und keine Fremdteile enthalten, beträgt der rechnerische Goldanteil pro Ring jeweils 2,925 Gramm. Ein Farbunterschied allein erhöht den reinen Goldanteil nicht.
Häufiges Missverständnis
Rötlicher Schmuck muss nicht automatisch Gold sein. Kupferhaltige Nichtedelmetalle sowie Beschichtungen können ähnlich aussehen. Eine Punze und eine Materialprüfung liefern bessere Anhaltspunkte.
Worauf sollten Sie achten?
- Rötliche Farbe als Legierungsmerkmal, nicht als Goldanteil verstehen.
- Prüfen, ob ein Stück massiv oder nur farblich beschichtet ist.
- Bei unterschiedlichen Bauteilen die Legierungen getrennt beurteilen.
Häufige Frage
Ist Roségold echtes Gold?
Ja, sofern es eine echte Goldlegierung ist. Der Goldanteil wird durch die Feingehaltsangabe, beispielsweise 585 oder 750, beschrieben.
