585er Gold besteht nominell zu 58,5 Prozent aus Gold und ist bei Schmuck sehr verbreitet.
Begriff und fachlicher Hintergrund
Die Zahl 585 findet sich häufig als kleine Punze auf Ringen, Ketten, Ohrringen und Armbändern. Sie beschreibt den Goldanteil, nicht das Gewicht oder Alter des Stücks. 585 wird oft mit 14 Karat bezeichnet. Der Rest kann beispielsweise aus Silber und Kupfer bestehen, bei Weißgold auch aus anderen Legierungsmetallen.
Was bedeutet das bei der Bewertung?
Ein transparentes Ankaufangebot sollte das berücksichtigte Gewicht, den geprüften Feingehalt und den Preis je Gramm nachvollziehbar machen. Bei Schmuck mit großen Steinen oder Federschließen kann das Gesamtgewicht vom Edelmetallgewicht abweichen. Ein Foto der Punze hilft bei der Vorbereitung, ersetzt aber keine Untersuchung.
Anschauliches Beispiel
Ein Armband aus 24 Gramm massivem 585er Gold enthält rechnerisch 14,04 Gramm Feingold. Wäre ein Teil des Gewichts auf nicht goldhaltige Einlagen zurückzuführen, müsste dieser Anteil vorher herausgerechnet werden. Der Ankaufspreis ist außerdem nicht notwendigerweise identisch mit dem rechnerischen Spot-Materialwert.
Häufiges Missverständnis
585er Gold ist weder „reines Gold“ noch lediglich vergoldet: Es ist eine durchgehend goldhaltige Legierung. Die Zahl im Stempel liefert eine erste Orientierung, bleibt aber prüfbedürftig.
Worauf sollten Sie achten?
- Die Punze an möglichst mehreren relevanten Bauteilen ansehen.
- Die Goldmenge anhand von 58,5 Prozent des Legierungsgewichts überschlagen.
- Ankaufspreise nur zwischen derselben Legierung vergleichen.
Häufige Frage
Was ist bei 585er Gold wichtiger: Gramm oder Karat?
Beides wird benötigt: Das relevante Legierungsgewicht und der geprüfte Feingehalt. Die Kombination ergibt die enthaltene Menge Feingold.
