Bei einer Vergoldung wird ein Grundmaterial mit einer relativ dünnen Goldschicht versehen.
Begriff und fachlicher Hintergrund
Das Trägermaterial kann beispielsweise Silber, Messing oder Stahl sein. Die Goldschicht verändert das Aussehen und kann die Oberfläche schützen, macht den gesamten Gegenstand jedoch nicht zu einer massiven Goldlegierung. Die Dicke der Schicht, das Verfahren und die Nutzungsspuren können stark variieren. Begriffe wie „goldfarben“ sind noch weniger aussagekräftig.
Was bedeutet das bei der Bewertung?
Beim Ankauf sind das Grundmetall und die Menge des tatsächlich vorhandenen Goldes entscheidend. Bei sehr dünnen Schichten ist eine wirtschaftliche Goldrückgewinnung aus einzelnen kleinen Stücken häufig schwierig. Oberflächenmessungen können die Beschichtung erkennen, geben aber ohne weitere Schritte nicht immer Aufschluss über das Innere.
Anschauliches Beispiel
Eine große vergoldete Kette kann optisch wie eine 750er Goldkette aussehen. Wenn der Kern aus Messing besteht und nur eine dünne Schicht Gold trägt, ist der Feingoldanteil dennoch sehr gering. Das hohe Gesamtgewicht darf deshalb nicht mit einem Goldpreis pro Gramm multipliziert werden.
Häufiges Missverständnis
„18K vergoldet“ oder „24K vergoldet“ bezeichnet oft die Reinheit der Beschichtung und nicht den Goldgehalt des gesamten Gegenstands. Die genaue Produktkennzeichnung sollte vollständig gelesen werden.
Worauf sollten Sie achten?
- Die Beschriftung auf „vergoldet“ oder „gold plated“ prüfen.
- Eine Oberflächenschicht nicht mit dem Gesamtgewicht multiplizieren.
- Den Kernwerkstoff und die mögliche Schichtdicke berücksichtigen.
Häufige Frage
Lässt sich vergoldeter Schmuck als Gold verkaufen?
Ein Ankauf hängt von Beschichtungsstärke, Kernmaterial, Menge und Händlerkonditionen ab. Den Wert sollte man nicht wie bei massivem Gold kalkulieren.
