Gelbgold ist Goldschmuck mit einer gelben Farbwirkung, deren Ton von der Legierung abhängt.
Begriff und fachlicher Hintergrund
Typisches Gelbgold kombiniert Gold mit Legierungsmetallen wie Silber und Kupfer. Ein 585er Ring kann dabei einen anderen Gelbton haben als ein 750er Stück. Die sichtbare Farbe sagt jedoch nicht zuverlässig, wie viel Gold vorhanden ist. Auch Oberflächenbehandlung, Abnutzung und Beleuchtung verändern den Farbeindruck.
Was bedeutet das bei der Bewertung?
Beim Ankauf zählen Feingehalt, relevantes Gewicht und die Frage, ob es sich um eine massive Legierung oder eine Beschichtung handelt. Ein sicherer Rückschluss von der Farbe auf den Wert ist nicht möglich. Bei Schmucksets sollten die einzelnen Teile auf unterschiedliche Punzen und Reparaturstellen geprüft werden.
Anschauliches Beispiel
Zwei gleich schwere gelbe Ringe wirken nahezu identisch. Auf dem einen steht 585, auf dem anderen 750. Bei angenommenen 10 Gramm reinem Legierungsgewicht enthalten sie rechnerisch 5,85 beziehungsweise 7,5 Gramm Gold. Sichtbar muss dieser Unterschied nicht sein.
Häufiges Missverständnis
Stark gelbe Farbe ist kein Beweis für 24 Karat. Vergoldete Gegenstände können sogar intensiver gelb wirken als hochlegierter Massivschmuck.
Worauf sollten Sie achten?
- Ein gelbes Schmuckstück nicht allein nach Farbton beurteilen.
- Auf Verschluss, Punzen und mögliche Beschichtungen achten.
- Unterschiedliche Goldfarben bei gleichem Feingehalt fair vergleichen.
Häufige Frage
Kann Gelbgold anlaufen?
Legierungsmetalle oder Oberflächenverschmutzungen können Veränderungen verursachen. Eine Verfärbung allein bedeutet nicht, dass kein Gold vorhanden ist.
