Zahngold ist eine Sammelbezeichnung für goldhaltige Dentalwerkstoffe aus Kronen, Inlays und Brücken.
Begriff und fachlicher Hintergrund
Dentallegierungen können neben Gold auch Silber, Palladium, Platin oder andere Metalle enthalten. Sichtbar gelbe Stücke sind nicht automatisch hochgoldhaltig, und silberfarbene Dentalteile müssen nicht wertlos sein. Keramik, Kunststoff, Zahnreste und Zement sind keine Edelmetalle und verändern das Bruttogewicht.
Was bedeutet das bei der Bewertung?
Beim Ankauf sollte die Metallzusammensetzung professionell geprüft werden. Eine reine Sicht- oder Farbprüfung ist besonders bei Dentalmaterial unzuverlässig. Bei komplex aufgebauten Brücken oder keramisch verblendeten Teilen ist die Trennung beziehungsweise angemessene Berücksichtigung der Fremdmaterialien wichtig. Aus hygienischen Gründen sollte man nicht selbst daran schleifen oder sägen.
Anschauliches Beispiel
Eine Zahnkrone wiegt 4 Gramm einschließlich Keramik. Daraus kann man nicht „4 Gramm Gold“ ableiten. Erst die Prüfung des Metallanteils und seiner Legierung liefert eine Grundlage für die Bewertung. Auch bei zwei gelben Kronen können die Edelmetallanteile unterschiedlich sein.
Häufiges Missverständnis
Für Zahngold existiert kein einheitlicher Feingehalt wie „immer 750“. Wer Online-Richtpreise vergleicht, sollte daher auf die jeweilige Legierung und eventuell enthaltene weitere Edelmetalle achten.
Worauf sollten Sie achten?
- Gelbe und weiße Dentalteile nicht pauschal gleich bewerten.
- Keramik und Zement als nichtmetallische Bestandteile erkennen.
- Ohne Eigenversuche eine professionelle Metallanalyse anfragen.
Häufige Frage
Kann auch weißes Zahngold wertvoll sein?
Ja. Helle Dentallegierungen können beispielsweise Palladium oder andere wertvolle Metalle enthalten. Nur eine Analyse erlaubt eine belastbare Zuordnung.
