Doublé bezeichnet im Schmuckbereich einen Verbundwerkstoff mit einer Goldauflage auf einem anderen Metall.
Begriff und fachlicher Hintergrund
Bei klassischem Walzgold oder Doublé wird eine Goldschicht mechanisch mit einem Trägermetall verbunden. Das unterscheidet sich von manchen galvanischen Vergoldungen, macht den Kern aber nicht zu massivem Gold. Alter, Verarbeitung, Goldanteil und verwendete Begriffe variieren, weshalb keine pauschale Feingehaltsrechnung ohne genauere Angaben möglich ist.
Was bedeutet das bei der Bewertung?
Für die Wertermittlung sind Schichtdicke, Gesamtmenge und Trägermaterial relevant. Ein großer Doublé-Gegenstand kann relativ wenig Gold enthalten. Bei älteren Stücken sind Herstellerangaben oder originale Dokumente hilfreich, aber die tatsächliche Materialprüfung bleibt wichtig, wenn eine genaue Aussage benötigt wird.
Anschauliches Beispiel
Ein als „Gold-Doublé“ angebotenes Armband wiegt 30 Gramm. Daraus folgt keineswegs, dass 30 Gramm einer Goldlegierung vorliegen. Ohne Kenntnis des Schichtaufbaus kann man weder den Feingoldanteil noch einen fairen Schmelzwert aus dem Gewicht ableiten.
Häufiges Missverständnis
„Doublé“ klingt hochwertig, ist aber kein Synonym für 585er oder 750er Massivgold. Auch der Begriff „Walzgold“ wird im Markt nicht immer eindeutig verwendet.
Worauf sollten Sie achten?
- Die Bezeichnung Doublé nicht als Massivgoldstempel interpretieren.
- Bei alten Stücken Herstellermarken und eventuelle Unterlagen aufheben.
- Für eine Edelmetallrechnung den Aufbau der Goldauflage klären.
Häufige Frage
Ist Doublé dasselbe wie vergoldet?
Beides besitzt einen goldhaltigen Überzug auf einem Kern. Das Herstellungsverfahren und die Schichtstärke können sich unterscheiden; eine Massivgoldlegierung ist es nicht.
