Weißgold ist eine helle Goldlegierung, deren Farbwirkung durch geeignete Zusatzmetalle entsteht.
Begriff und fachlicher Hintergrund
Weißgold wird unter anderem für Trauringe und Schmuck mit Diamanten genutzt. Legierungen können Silber, Palladium oder andere geeignete Metalle enthalten; ihre genaue Zusammensetzung variiert. Viele Schmuckstücke werden zusätzlich rhodiniert. Diese dünne Oberflächenschicht macht den Farbton heller, sagt aber wenig über den darunterliegenden Feingehalt aus.
Was bedeutet das bei der Bewertung?
Bei der Bewertung sollten Punzen und Materialprüfung nicht mit einem einfachen Farbvergleich ersetzt werden. Ist ein Ring mit 585 gestempelt, bedeutet das grundsätzlich denselben Goldanteil wie bei 585er Gelbgold. Mögliche andere Edelmetalle können bei speziellen Legierungen für die Analyse relevant sein, der Erlös hängt aber von den tatsächlichen Konditionen ab.
Anschauliches Beispiel
Ein rhodinierter 750er Weißgoldring mit 6 Gramm Legierungsgewicht enthält rechnerisch 4,5 Gramm Gold. Die hauchdünne Rhodiumschicht ändert diese Goldrechnung praktisch nicht. Werden Steine mitgewogen, muss ihr Anteil berücksichtigt werden.
Häufiges Missverständnis
Ein silberfarbenes Stück ist nicht automatisch Weißgold. Es kann auch Silber, Platin, Stahl oder eine beschichtete Legierung sein. Eine fehlende Punze schließt eine Goldlegierung wiederum nicht sicher aus.
Worauf sollten Sie achten?
- Den Unterschied zwischen Weißgoldlegierung und Rhodiumüberzug beachten.
- Beim Prüfen auch an verdeckte oder abgetragene Stellen denken.
- Weiße Metallstücke nicht ohne Analyse als Weißgold einordnen.
Häufige Frage
Ist Weißgold wertvoller als Gelbgold?
Bei gleichem Feingehalt und gleicher Goldmasse ist der reine Goldanteil gleich. Zusätzlich können Verarbeitung, weitere Metalle oder Design den Marktwert beeinflussen.
