999er Gold besitzt nominell mindestens 999 von 1.000 Gewichtsteilen Gold und wird als Feingold bezeichnet.
Begriff und fachlicher Hintergrund
Bei Anlagegoldbarren sind 999 oder 999,9 gängige Reinheitsangaben. Der Unterschied zwischen 999 und 999,9 betrifft die letzte Nachkommastelle des Goldanteils. Für den Weiterverkauf sind neben dem Feingehalt häufig Hersteller, Seriennummer, Verpackung und die Handelsfähigkeit relevant.
Was bedeutet das bei der Bewertung?
Vor der Wertermittlung sollte zwischen handelbarem Barren und reinem Schmelzgut unterschieden werden. Ein beschädigter Barren behält seinen Metallanteil, kann aber andere Konditionen haben als ein marktgängiges, eindeutig identifizierbares Anlageprodukt. Die genaue Einstufung legt der Käufer nach Prüfung fest.
Anschauliches Beispiel
Ein 100-Gramm-Barren mit Feingehalt 999,9 enthält rechnerisch 99,99 Gramm Gold. Ein 100-Gramm-Gegenstand mit 999er Feingehalt enthält 99,9 Gramm. Bei einem aktuellen Preisvergleich sollte die gleiche Einheit für beide Werte verwendet werden.
Häufiges Missverständnis
Die Kennzeichnung „999“ beweist ohne weitere Prüfung weder die Echtheit noch eine bestimmte Herkunft. Ebenso muss ein optisch neuer Barren nicht automatisch zu einem höheren Preis angekauft werden.
Worauf sollten Sie achten?
- Zwischen 999 und 999,9 genau unterscheiden.
- Vor einer Bewertung Hersteller und mögliche Seriennummer dokumentieren.
- Handelsfähige Barren nicht ohne Grund beschädigen oder auspacken.
Häufige Frage
Sind 999 und 999,9 dasselbe?
Beides bezeichnet sehr hohe Reinheit, aber nicht denselben exakten Feingehalt. 999,9 steht für 99,99 Prozent Gold.
