750er Gold ist eine Legierung mit nominell 75 Prozent Goldanteil, entsprechend 18 Karat.
Begriff und fachlicher Hintergrund
750er Gold wird für hochwertige Ringe, Ketten und Schmuck mit unterschiedlichen Farbnuancen verwendet. Die restlichen 25 Prozent sind andere Metalle; deshalb kann 750er Gold gelb, weiß oder rosafarben aussehen. Der Goldanteil bleibt bei gleicher Kennzeichnung rechnerisch gleich, auch wenn das Erscheinungsbild verschieden ist.
Was bedeutet das bei der Bewertung?
Bei der Materialbewertung lohnt es sich, 750er Schmuck von niedriger legierten Stücken zu trennen. Besonders bei Designerschmuck oder antiken Einzelstücken kann der Marktwert über dem reinen Edelmetallwert liegen. Ein Ankauf, der nur schmelzen möchte, bildet einen möglichen Sammler- oder Markenaufschlag nicht automatisch ab.
Anschauliches Beispiel
Ein 8 Gramm schwerer massiver 750er Ring enthält rechnerisch 6 Gramm Gold. Bei einem identisch schweren 585er Ring wären es 4,68 Gramm. Daraus folgt jedoch kein fester Eurobetrag, weil Ankaufskurse schwanken und die Bewertung zusätzliche Besonderheiten berücksichtigen kann.
Häufiges Missverständnis
750 bedeutet nicht „750 Euro“ und auch nicht „75 Karat“. Eine Rhodinierung auf Weißgold kann die Oberfläche zusätzlich verändern; die darunterliegende Legierung muss beurteilt werden.
Worauf sollten Sie achten?
- Eine mögliche Rhodinierung nicht mit dem Legierungsfeingehalt verwechseln.
- Bei hochwertigem Designer- oder Antikschmuck auch Wiederverkaufswert prüfen.
- Steine und Fremdteile bei der Materialrechnung berücksichtigen.
Häufige Frage
Ist 750er Gold immer gelb?
Nein. Weißgold und Roségold werden ebenfalls mit 750er Feingehalt hergestellt. Die Legierungsmetalle sind für den Farbton verantwortlich.
